Dig it!

Ein Impulstag über ungehörte Geschichte(n) und alternative Archive

  • Begegnung und Austausch
  • Impulsvortrag
  • Workshop
  • Deutsch

Viele der bei rodeo 2026 gezeigten Stücke beschäftigen sich mit dem Freilegen verborgener Geschichten, dem Sichtbarmachen verdrängter Erfahrungen und dem Hörbarmachen marginalisierter Perspektiven. Daran knüpft auch der Impulstag Dig it! an: Einen Vormittag lang wollen wir uns in Workshops, Impulsen und kleinen Präsentationen mit Fragen des Bewahrens, Erinnerns und Erzählens befassen.

Wessen Geschichten werden – in der Öffentlichkeit, im Theater – erzählt? Und welche nicht? Welche Lücken gibt es in unserem kollektiven Gedächtnis, und wie können wir anders, besser, vielfältiger erzählen – nicht nur mit Worten und Bildern, sondern auch mit unseren Körpern?

Das betrifft auch das freie Theater selbst: Wie kann das (sub)kulturelle Erbe dieser flüchtigen Kunstform bewahrt werden? Von der Politik des Archivs bis zur Kunst als Gegen-Gedächtnis: Die Suche nach widerständigen Formen des Erinnerns ist auch ein Einspruch gegen die Repräsentations- und Geschichtspolitik der Neuen Rechten, die darauf abzielt, Gewalt zu legitimieren und Vielfalt unsichtbar zu machen. Gemeinsam mit Autor*innen, Tanz- und Theaterschaffenden sowie Wissenschaftler*innen wollen wir uns in dieses Konfliktfeld begeben und mit unseren Stimmen und unseren Körpern Geschichte(n) lebendig werden lassen.

Los geht es um 11 Uhr mit einem kurzen, gemeinsamen Impuls im Festivaltreff im schwere reiter Foyer. Danach teilen wir uns auf, und jede*r kann ab 11.30 Uhr einen der folgenden zweistündigen Workshops besuchen. Zum Abschluss kommen alle bei einem gemeinsamen Essen wieder zusammen.

Der Impulstag steht allen interessierten Besucher*innen offen. Der Eintritt ist frei. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Anmeldung für die einzelnen Workshops über den Ticketlink.


Die Workshops finden parallel statt. Hier eine Übersicht:

1. Denijen Pauljević: Was du von mir erinnerst (Schreibworkshop)

Was geschieht mit einer Geschichte, wenn wir sie einem anderen Menschen erzählen? Was bleibt, was verändert sich, was kommt hinzu? Ausgehend von persönlichen Erinnerungen, Gegenständen, Fotos, Wörtern oder einem Lied schreiben und erzählen wir Geschichten, geben sie weiter und eignen uns die Geschichten anderer für einen Moment an. Aus zwei Erinnerungen entsteht schließlich gemeinsam eine dritte Geschichte, die niemandem mehr allein gehört. So wird daraus ein kleines alternatives Archiv aus Erlebtem und Erfundenem, aus Zuhören, Erinnern, Übersetzen und Weiterschreiben.

Keine Vorkenntnisse erforderlich. Ihr könnt gerne einen Gegenstand, ein Foto, einen Satz, ein Wort, ein Lied oder eine kleine Geschichte mitbringen, an der eine Erinnerung hängt.

2. Yolanda Morales und Nicolás Vignolo: Tanzende Erinnerung. Cumbia Colombiana als Körperarchiv (Tanz-Workshop)

In diesem Workshop laden Yolanda Morales und Nicolás Vignolo dazu ein, die Cumbia Colombiana aus Monterrey als lebendiges Körperarchiv zu entdecken. Der Tanzstil, der zwischen Mexiko und den USA eine besondere kulturelle Bedeutung erlangt hat, dient als Ausgangspunkt, um sich mit Migration, Zugehörigkeit und kollektiver Identität auseinanderzusetzen. Gerade in marginalisierten Communities trägt dieser Tanz Geschichten und Wissen weiter und macht individuelle wie kollektive Erinnerungen körperlich erfahrbar. Der Workshop knüpft an das aktuelle Projekt von Yolanda Morales & Team an, das sich anhand dokumentarischen Materials den Lebens- und Arbeitsbedingungen im ehemaligen Kohlebergbau von Lota in Chile widmet. Gemeinsam wird erforscht, wie sich aus Bewegung, Bildern und Interviews generationenübergreifende Praktiken des Erinnerns entwickeln lassen.

Keine Vorkenntnisse erforderlich. Bitte bequeme Kleidung mitbringen.

3. Nora Binder und Dr. des. Beatrice Wichmann: Das digitale Archiv der freien darstellenden Künste (praktische Einführung)

Anfang des Jahres ist das Digitale Archiv der Freien Darstellenden Künste online gegangen – eine Plattform für Dokumente und Materialien zu Geschichte und Gegenwart der Szene, getragen von der Initiative für die Archive der Freien Darstellenden Künste e. V. Künstler*innen, Sammler*innen und Institutionen können eigene Einträge erstellen und Material hochladen. Für den leichten Einstieg lädt das Deutsche Theatermuseum zu einem Workshop ein: Nach einem Impulsvortrag von Dr. des. Beatrice Wichmann zu Archivarbeit und Sammlungsstrategie folgt eine Einführung in das Digitale Archiv. Danach gibt es genug Zeit, um erste eigene Erfassungen zu machen, sich darüber auszutauschen und Fragen vor Ort zu klären.

Bitte bring einen eigenen Laptop und Material zum Erfassen mit. Die zu erfassenden Objekte können zum Beispiel Programmhefte, Video- oder Textdateien, Fotomaterial oder Fotografien von Requisiten und Bühnenbildern sein.

4. Carla Lou Schäfer und Caroline Anne Kapp: Der erste letzte Fall (Töpfer-Workshop)

In ihrem Workshop beschäftigen sich Carla Lou Schäfer und Caroline Anne Kapp mit den Externsteinen, einer massiven Steinsformation, die im Teutoburger Wald neben dem Hermannsdenkmal steht. Die Steine werden von esoterischen und faschistischen Gruppen als ‘Kraftort’ mit außergewöhnlichen geomantischen und spirituellen Eigenschaften angesehen. Im Workshop bauen wir antifaschistische Modelle der Steine aus Ton und Carla und Caroline stellen ihre künstlerische Arbeitsweise vor. Ihr aktuelles Projekt Der erste letzte Fall ist eine installative Performance, die die Bücherverbrennung vom 18. Oktober 2025 an dem antifaschistischen Mahnmal auf dem Wilhelmsplatz in Görlitz untersucht. 

5. Sandra Chatterjee: CHAKKARs Table Conversations – Münchner Tanzgeschichten | Munich Dance (Hi)Stories (Gespräche)

München tanzt seit Jahrzehnten – auf Bühnen, in Studios, Clubs, Vereinen, Kulturzentren, Parks und im öffentlichen Raum. Diese Ausgabe der Table Conversations erweitern den Blick auf Münchner Tanzgeschichte jenseits etablierter Institutionen und tanzgeschichtlicher Narrative: Drei Protagonist*innen der Münchner Tanzgeschichte teilen im Oral-History-Format persönliche Erinnerungen an Tanzpraktiken, Orte, Communities, Begegnungen und selbst geschaffene Räume. Ausgehend von ihren Geschichten und Impulsen entsteht ein Austausch mit dem Publikum, das nach 30 Minuten an den nächsten Tisch wechselt. So entsteht aus individuellen Erinnerungen ein vielstimmiges Bild Münchner Tanzgeschichte – als Migrationsgeschichte, Stadtgeschichte und Geschichte von Begegnungen, Beziehungen und selbst geschaffenen Räumen.

INFORMATIONEN

Spielort

schwere reiter Studio
Dachauer Str. 114
80636 München

Sprache

  • DE Deutsch

Barrierefreiheit

  • kostenlos / Eintritt frei
  • Rollstuhlgängig

Alle Termine

So
11.10.
11:00–13:30

Produktion

Eine Kooperation mit dem Tanz- und Theaterbüro, dem Deutschen Theatermuseum, der Initiative Chakkars und dem Netzwerk Münchner Theatertexter*innen.

Biografien

Denijen Pauljević ist Autor, Übersetzer, Moderator, Kurator und Performer. Er wurde in Belgrad geboren und kam während der Jugoslawienkriege nach Deutschland. In seinen literarischen und theatralen Arbeiten beschäftigt er sich unter anderem mit Erinnerung, Sprache, Migration und gesellschaftlichen Zuschreibungen und arbeitet häufig mit kollektiven und mehrsprachigen Formen. Er leitet den Kulturbereich des Bellevue di Monaco und unterrichtet Szenisches und Kreatives Schreiben, unter anderem an der LMU München und der Hochschule Coburg. Für seine Arbeit erhielt er mehrere Stipendien und Auszeichnungen.

Yolanda Morales, geboren in Chiapas, Mexiko, ist Choreografin und Performerin mit Sitz in Hamburg; in ihren Arbeiten verbindet sie imaginäre Körper mit aktuellen politischen und sozialen Realitäten und fordert dabei eine Dekolonisierung des Wissens ein. Nach ihrer Tanzausbildung in Mexiko und einem Master in Performance Studies in Hamburg wurden ihre Produktionen international gezeigt, u. a. bei der TANZPLATTFORM Deutschland, am HochX, in der Schwankhalle Bremen sowie bei Festivals in Indien und Südkorea. Sie war Künstlerin des Netzwerks FREISCHWIMMEN und Residentin am K3 – Zentrum für Choreographie auf Kampnagel, wo sie aktuell ihre neue Tanzperformance in Koproduktion entwickelt.

Nicolás Vignolo ist ein chilenischer Künstler, Tänzer und Performer mit Sitz in Hamburg, ausgebildet in Chile sowie an der Contemporary Dance School Hamburg. Sein Bewegungshintergrund umfasst zudem Pilates und Hatha-Yoga, die er in Thailand und Spanien studierte und in denen er auch als Lehrer zertifiziert wurde.

Dr. des. Beatrice Wichmann studierte Geschichte und Politikwissenschaft und wurde in Bayerischer Geschichte mit einer Dissertation zur kommunalen Kulturpolitik in München promoviert. Seit 2015 ist sie im Museums- und Ausstellungswesen tätig, u. a. an der Neukonzeption der Dauerausstellung der DenkStätte Weiße Rose. 2023 bis Ende 2024 leitete sie das Stadtmuseum und Stadtarchiv Abensberg; seither leitet sie die Sammlung Schriftgut am Deutschen Theatermuseum München.

Nora Binder studierte Theaterwissenschaft und Soziologie an der LMU. Sie schrieb ihre Masterarbeit über die Förderung freier Theater in München. Sie ist seit 2024 am Deutschen Theatermuseum im Bereich Bibliothek und grafische Sammlung und seit 2025 zusätzlich im Bereich Digitale Kommunikation beschäftigt.

Caroline Anne Kapp istRegisseurin und Performancekünstlerin und beschäftigt sich mit erinnerungspolitischen Fragen zum deutschen Nazierbe, Kontaminierung von Landschaften und aktueller faschistischer Körperpolitik. Für ihre künstlerische Forschung bereist sie Orte rechter Infrastrukturen mit ihren Teams, führt Interviews, vernetzt sich vor Ort, bindet immer wieder lokale Akteur*innen in ihre performativen Interventionen ein und veröffentlicht Begleitmagazine, die die historische Recherche vermitteln.

Carla Lou Schäfer studierte Kunstgeschichte mit Schwerpunkt auf Architektur an der Goethe Universität Frankfurt. Auf der Wiesbaden Biennale 2018 arbeitete sie eng mit Maria Magdalena Ludewig zusammen. Seit 2022 arbeitet sie mit Caroline Anne Kapp und wirkte an den Projekten Electric Mountain Obersalzberg (2022), Plantage Dachau (2023) und Der Taktische Körper (2025) mit.

Sandra Chatterjee ist Choreographin und Wissenschaftlerin in den Bereichen Performance, Kultur- und Tanzwissenschaft. In ihrer künstlerischen und wissenschaftlichen Arbeit verbindet sie Theorie und Praxis und beschäftigt sich mit Fragen von Gender, Migration und Postcolonial Studies. Zu ihren aktuellen Projekten zählen die Arbeiten SWEAT – Smells of Labour und SMELLS OF RACISM sowie die Organisation von CHAKKARs – Moving Interventions. Chatterjee ist Gründungsmitglied des internationalen Post Natyam Collective und war von 2020 bis 2022 Künstlerin der Plattform FREISCHWIMMEN.

Weitere Produktionen

  • In einem von violett‑rosa Licht durchfluteten Raum liegen und sitzen drei Personen in einer performativen Szene. Eine Person trägt einen weinroten Trainingsanzug mit weißen Streifen und liegt ausgestreckt auf dem Boden. Zwei weitere Personen sitzen daneben, eine in schwarzer Kleidung, die andere in einem hellen Outfit. Hinter ihnen steht eine Backsteinwand, vor der lange, vertikale Fäden oder Stoffbahnen hängen, durch LED‑Lichtstäbe atmosphärisch beleuchtet.

    Stripping Bolero

    Rykena/Jüngst

    • Performance
    • Tanz
    • DE
    • DGS
    • EN
    09.10.
    • 20:00 - 21:10
    10.10.
    • 18:00 - 19:10
    09.10.
    • 20:00 - 21:10
    10.10.
    • 18:00 - 19:10

    Ein Stück voller Höhepunkte: Ausgehend von Maurice Ravels weltberühmtem Boléro begeben sich Rykena/Jüngst auf eine spielerisch-humorvolle Suche nach der Klimax. Tanz, Gebärdensprache und erotisches Storytelling verschmelzen zu einer vielschichtigen, sinnlichen Performance, die auf zugängliche Weise verführt und verzaubert.

    Tickets

    6€ - 36

    Alle Termine

    Fr
    09.10.
    20:00–21:10
    Sa
    10.10.
    18:00–19:10

    Nachgespräch um 19:30 Uhr

    Stripping Bolero Rykena/Jüngst

    Spielort

    schwere reiter Halle
    Dachauer Str. 114
    80636 München

    Barrierefreiheit

    • Alternative Sitzgelegenheiten
    • Audiodeskription
    • Bildstarke Veranstaltungen / ohne Sprache
    • Der Raum kann jederzeit verlassen werden
    • DGS
    • Early Boarding
    • Rollstuhlgängig
    • Tastführung vor Vorstellungsbeginn
    • Übertitel
  • Eine Person steht mit weit ausgestreckten Armen, von hinten gesehen, und wird von einem intensiven blauen Licht angeleuchtet. Das Licht zeichnet die Konturen von Oberkörper und Haar klar nach, während der Hintergrund vollständig im Dunkel verschwindet. Die Szene wirkt wie ein Moment aus einer Performance, geprägt von starkem Kontrast und einer geheimnisvollen Atmosphäre.

    Giving back the Blessings

    Alina Belyagina

    • Performance
    • Tanz
    • DGS
    • ohne Sprache
    09.10.
    • 21:30 - 22:15
    09.10.
    • 21:30 - 22:15

    Alina Belyaginas Tanzperformance bewegt sich zwischen Clubnacht, Vogueing und Folk-Ritual. Eine choreographische Landschaft ohne Zentrum, die alles in einen fließenden Zustand versetzt: Körper, Licht, Sound, Bewegung, Gemeinschaft. Eröffnet wird ein Raum zwischen Widerstand und radikaler Hoffnung – mit dem Kreistanz Khorowod/Kolo als pulsierendem Finale.

    Tickets

    6€ - 36

    Alle Termine

    Fr
    09.10.
    21:30–22:15

    Giving back the Blessings Alina Belyagina

    Spielort

    ZIRKA
    Dachauer Str.110c
    80636 München

    Barrierefreiheit

    • Bildstarke Veranstaltungen / ohne Sprache
    • Der Raum kann jederzeit verlassen werden
    • DGS
    • Rollstuhlgängig
  • Eine Person steht in einem dunklen, kuppelförmigen Raum aus dreieckigen Paneelen und macht einen Handstand. Sie trägt ein weißes Shirt, graue Hose und weiße Socken. Eine Hand stützt sich in einem Haufen dunkler Erde oder Kies auf einer weißen Fläche, die andere ruht in einer kleinen weißen Schubkarre, die ebenfalls mit Erde gefüllt ist. Das Licht fällt konzentriert auf die Person und die Materialien, wodurch ein starker Kontrast zum dunklen Hintergrund entsteht und die ungewöhnliche, performative Szene betont wird.

    Symbiosis

    Kolja Huneck und Luuk Brantjes

    • Performance
    • Zeitgenössischer Zirkus
    • ohne Sprache
    10.10.
    • 15:00 - 16:00
    11.10.
    • 18:00 - 19:00
    12.10.
    • 20:00 - 21:00
    10.10.
    • 15:00 - 16:00
    11.10.
    • 18:00 - 19:00
    12.10.
    • 20:00 - 21:00

    Zwei Zirkuskünstler, zwei Handschriften, ein Performance-Erlebnis. Symbiosis verbindet zeitgenössischen Zirkus und Objekttheater zu einem poetischen und politischen Dialog zwischen Mensch und Materie, der zeigt, wie fragil unsere Beziehung zur Umwelt ist. Das eigens entwickelte schwarze Kuppelzelt lädt das Publikum ein, in die surreal anmutende Atmosphäre des düsteren Raums einzutauchen.

    Tickets

    6€ - 36

    Alle Termine

    Sa
    10.10.
    15:00–16:00
    So
    11.10.
    18:00–19:00
    Mo
    12.10.
    20:00–21:00

    Symbiosis Kolja Huneck und Luuk Brantjes

    Spielort

    Kuppelzelt
    Frei-Otto-Straße
    80797 München

    Barrierefreiheit

    • Bildstarke Veranstaltungen / ohne Sprache
    • Early Boarding
    • Rollstuhlgängig
  • Auf einem Stück künstlichem Gras kniet eine Person auf allen vieren, trägt ein gemustertes Hemd und Jeans, das lange lockige Haar fällt nach unten. Hinter ihr sitzt eine zweite Person in schwarzem Shirt und Jeans, die eine große graue Wolfsmaske mit gelben Augen trägt. Eine Hand liegt auf dem Rücken der knienden Person. Der Hintergrund besteht aus einer schlichten weißen Wand, wodurch die inszenierte, körperbetonte Szene mit ihren Anspielungen auf Dominanz und Verwandlung besonders hervorsticht.

    Making of an Animal (UA)

    Quindell Orton

    • Performance
    • Tanz
    • EN
    10.10.
    • 20:00 - 21:00
    11.10.
    • 20:00 - 21:00
    10.10.
    • 20:00 - 21:00
    11.10.
    • 20:00 - 21:00

    Du Affe, du Schlange, du Hund. Wir brauchen Tiere und missbrauchen sie – auch, um anderen Menschen ihr Menschsein abzusprechen. Die Performance Making of an Animal erforscht die Abgründe der Animalisierung. Durch Bewegung, Video und Live-Sounddubbing werden Körper als faszinierend-unheimliche Zwischenformen von Mensch und Tier erfahrbar.

    Tickets

    6€ - 36

    Alle Termine

    Sa
    10.10.
    20:00–21:00

    Premiere

    So
    11.10.
    20:00–21:00

    Nachgespräch im Anschluss an die Vorstellung

    Making of an Animal (UA) Quindell Orton

    Spielort

    HochX Theater und Live Art
    Entenbachstr.37
    81541 München

    Barrierefreiheit

    • Early Boarding
    • Rollstuhlgängig
    • Übertitel
  • In einem atmosphärisch beleuchteten Innenraum sitzt eine Person an einem Tisch, der mit Werkzeugen und Materialien für Spitzen‑ oder Stickarbeiten bedeckt ist. Sie arbeitet konzentriert unter einer kleinen Tischlampe. Daneben steht eine zweite Person in einem roten Samtanzug mit weißem Rüschenkragen, der an Renaissance‑Kleidung erinnert. Hinter ihnen befinden sich zwei große Fenster, ein Heizkörper und weiße, drapiert hängende Stoffbahnen, die dem Raum eine zugleich industrielle und theatralische Stimmung verleihen.

    Die Fabrik der verlorenen Fäden

    Traummaschine Inc.

    • ab 8 Jahren
    • Theater
    • DE
    11.10.
    • 15:00 - 16:20
    12.10.
    • 09:00 - 10:20
    • 11:30 - 12:50
    11.10.
    • 15:00 - 16:20
    12.10.
    • 09:00 - 10:20
    • 11:30 - 12:50

    Auf dem heutigen Kreativquartier befand sich vor hundert Jahren die hochmoderne Spitzenwäschefabrik der jüdischen Unternehmerin Rosa Klauber. Traummaschine Inc. schickt das Publikum auf eine Reise in ihr Leben – ein sinnliches Theatererlebnis für Menschen ab 8 Jahren, das Geschichte greifbar macht.

    Tickets

    6€ - 25

    Alle Termine

    So
    11.10.
    15:00–16:20
    Mo
    12.10.
    09:00–10:20
    Mo
    12.10.
    11:30–12:50

    Die Fabrik der verlorenen Fäden Traummaschine Inc.

    Spielort

    PATHOS theater
    Dachauer Straße 110d
    80636 München

  • Ein stark beschädigter roter VW‑Käfer steht in einem dunklen Innenraum wie auf einer Bühne. Die Türen sind geöffnet, die Karosserie ist mit buntem Konfetti, Farbspritzern und Kratzern bedeckt. Durch den Bereich der Windschutzscheibe ragt ein Holzbrett, auf dem Dach steht ein Reifen mit einem Blumentopf darin. Vor dem Auto liegt ein rotes Warndreieck, umgeben von verstreutem Metallkonfetti und weiteren kleinen Objekten. Die Szene wirkt wie eine künstlerische Installation, die Zerstörung und Dekoration miteinander verbindet.

    Die Verwandlung

    Manuel Gerst

    • Performance
    • ohne Sprache
    13.10.
    • 20:00 - 21:00
    13.10.
    • 20:00 - 21:00

    Im Mittelpunkt dieses Happenings steht ein Käfer. Wie Gregor Samsa in Kafkas gleichnamiger Erzählung wird er auch hier zum Ziel von Aggression und Gewalt. Oder doch nicht? Das Publikum entscheidet selbst, wie weit es gehen will. Wer ohne Sünde ist, werfe den ersten Apfel.

    Tickets

    6€ - 36

    Alle Termine

    Di
    13.10.
    20:00–21:00

    Die Verwandlung Manuel Gerst

    Spielort

    schwere reiter Halle
    Dachauer Str. 114
    80636 München

    Barrierefreiheit

    • Early Boarding
    • Rollstuhlgängig
    • Übertitel
  • Eine Person steht in einem dunklen Wald zwischen kahlen Bäumen und trägt eine leuchtende Tiermaske mit gelben und violetten Konturen, die an ein Fuchs‑ oder Wolfsgesicht erinnert. Sie hat einen hellen, dicken Pullover und braune Handschuhe an und hält die Maske mit beiden Händen fest.

    Wood Wood Wood – Nothing’s ever good

    Christiane Huber

    • Theater
    • DE
    • EN
    • PL
    14.10.
    • 18:00 - 19:10
    15.10.
    • 20:00 - 21:10
    14.10.
    • 18:00 - 19:10
    15.10.
    • 20:00 - 21:10

    Der Białowieża-Wald zwischen Polen und Belarus ist Urwald, Biotop und bis heute Schauplatz extremer Gewalt. In der deutsch-polnischen Produktion Wood Wood Wood gehen vier Performer*innen der wechselvollen Geschichte dieses Gebiets an der EU-Außengrenze nach. Und mittendrin: ein DJ an seinem Pult, beschäftigt damit, Vergangenheiten und Gegenwarten zu loopen.

    Tickets

    6€ - 36

    Alle Termine

    Mi
    14.10.
    18:00–19:10
    Do
    15.10.
    20:00–21:10

    Nachgespräch im Anschluss an die Vorstellung

    Wood Wood Wood – Nothing’s ever good Christiane Huber

    Spielort

    HochX Theater und Live Art
    Entenbachstr.37
    81541 München

    Barrierefreiheit

    • Audiodeskription
    • Early Boarding
    • Rollstuhlgängig
    • Tastführung vor Vorstellungsbeginn
    • Übertitel
  • Julian Warner steht auf einer Bühne, singt kraftvoll in ein Mikrofon und spielt ein Hohner‑Concerto‑II‑Akkordeon. Mehrere Mikrofone sind um ihn herum platziert, vor ihm befindet sich ein Notenständer mit Blättern. Die Bühnenbeleuchtung hebt ihn deutlich vom dunklen Hintergrund ab, links ist eine helle Projektionsfläche zu erkennen.

    Der Soldat. Ein Übergangsritual

    Julian Warner

    • Musik
    • Performance
    • DE
    • EN
    • FR
    14.10.
    • 19:00 - 19:50
    15.10.
    • 18:00 - 18:50
    14.10.
    • 19:00 - 19:50
    15.10.
    • 18:00 - 18:50

    Ein Schwarzer Künstler erkennt, dass er zum Soldaten geworden ist. Doch ist Kulturkampf wirklich Krieg? Ausgehend von Frantz Fanon, antikolonialer Denker und Ikone des Schwarzen Widerstands, seziert Julian Warner den Rassismus der Gegenwart. Sprache, Akkordeon und Schlagwerk werden zu seinen Waffen in diesem tiefgründigen, bewegenden Solo.

    Tickets

    6€ - 36

    Alle Termine

    Mi
    14.10.
    19:00–19:50

    Nachgespräch im Anschluss an die Vorstellung

    Do
    15.10.
    18:00–18:50

    Der Soldat. Ein Übergangsritual Julian Warner

    Spielort

    Kuppelzelt
    Frei-Otto-Straße
    80797 München

    Barrierefreiheit

    • Early Boarding
    • Klang- oder textstark
    • Rollstuhlgängig
    • Übertitel
  • Eine Person mit nassem, dunklem Haar ist in einer Nahaufnahme zu sehen. Das Gesicht ist großflächig mit goldfarbenem Glitter oder Metallic‑Pigment bedeckt, besonders um Augen, Stirn und Wangen. Eine Hand verdeckt teilweise Mund und Kinn, wodurch der Blick auf die schimmernde Textur und den intensiven Ausdruck fokussiert wird. Der Hintergrund ist dunkel und schlicht, was den goldenen Glanz und die intime, fast performative Stimmung der Aufnahme betont.

    Ya Te Yan Ya Min // Bizim Olan // Raub und Besitz // Is It Really Yours

    Dara Lalo, İrem Ekin & Sascha Malina Hoffmann

    • Theater
    • DE
    • EN
    • KUR
    • TR
    14.10.
    • 20:30 - 21:30
    16.10.
    • 18:00 - 19:00
    14.10.
    • 20:30 - 21:30
    16.10.
    • 18:00 - 19:00

    Hände hoch, das ist ein Überfall! Zwei Figuren planen einen Raubüberfall – doch schnell geht es um weit mehr als nur Geld. Raub und Besitz ist ein wilder Mix aus Songs, Stand-up, Agitprop und Video, der auf Türkisch, Kurdisch, Englisch und Deutsch fragt, wem hier eigentlich was gehört: Land, Sprache, Geld und Deutungshoheit.

    Tickets

    6€ - 36

    Alle Termine

    Mi
    14.10.
    20:30–21:30

    Nachgespräch im Anschluss an die Vorstellung

    Fr
    16.10.
    18:00–19:00

    Nachgespräch im Anschluss an die Vorstellung

    Ya Te Yan Ya Min // Bizim Olan // Raub und Besitz // Is It Really Yours Dara Lalo, İrem Ekin & Sascha Malina Hoffmann

    Spielort

    PATHOS theater
    Dachauer Straße 110d
    80636 München

    Barrierefreiheit

    • Early Boarding
    • Rollstuhlgängig
    • Übertitel
  • In einem dunklen Raum mit gemauerten Rundbögen stehen mehrere große, gebogene Projektionsflächen nebeneinander. Auf ihnen erscheinen rötlich getönte Bilder, die Szenen aus einer Werkstatt oder einem Arbeitsumfeld zeigen. Vor den Projektionen steht eine Person und gestikuliert in Richtung der Bilder, während Mikrofone und technische Geräte in der Nähe aufgestellt sind. Im Vordergrund sitzt Publikum, das die multimediale Präsentation verfolgt.

    Yoldaş – Frauen, die einander halten

    Nihan Devecioğlu

    • Musik
    • Theater
    • DE
    • TR
    15.10.
    • 20:00 - 21:15
    16.10.
    • 20:00 - 21:15
    15.10.
    • 20:00 - 21:15
    16.10.
    • 20:00 - 21:15

    BMW: ein Weltkonzern, der seinen Erfolg Arbeiterinnen wie Emine Ulusen, Evgenia Karakolidis und Anayurt Kırımli verdankt. Nihan Devecioğlu schafft einen Raum der Erinnerung: mit Musik und Video, auf Deutsch und Türkisch erzählt Yoldaş einfühlsam vom Fremd-Sein, von harter Arbeit und weiblicher Solidarität.

    Tickets

    6€ - 36

    Alle Termine

    Do
    15.10.
    20:00–21:15

    Gemeinsames Gespräch im Anschluss an die Vorstellung

    Fr
    16.10.
    20:00–21:15

    Yoldaş – Frauen, die einander halten Nihan Devecioğlu

    Spielort

    schwere reiter Halle
    Dachauer Str. 114
    80636 München

    Barrierefreiheit

    • Alternative Sitzgelegenheiten
    • Early Boarding
    • Klang- oder textstark
    • Rollstuhlgängig
    • Übertitel