Ein Schwarzer Künstler erkennt, dass er zum Soldaten geworden ist. Als Kunstarbeiter kämpft er auf der Bühne um Repräsentation und Ressourcen – und lernt, dass auch in der Kunst gilt: Die Befreiung der Okkupierten ist zugleich der Schrecken der Besatzer. Doch ist Kulturkampf Krieg? In seinem Solo widmet sich Julian Warner dem Psychiater, Marxisten und antikolonialen Denker Frantz Fanon (1925–1961), dessen Analysen von Gewalt und Entmenschlichung bis heute kontrovers diskutiert werden.
Der Soldat verbindet Fanons Ideen mit der Welt des Theaters: Mit Sprache, Akkordeonklängen und angetrieben von den Schlagzeugrhythmen Markus Achers seziert Warner den Rassismus der Gegenwart – ein erschütternder, hochaktueller Abend über Gewalt und Widerstand.
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Rollstuhlgängig
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Credits
Konzept, Performance, Musik: Julian Warner
Musik und Live-Schlagzeug: Markus Acher
Stimme: Veronica Burnuthian
Dramaturgie: Veronika Maurer
Licht, Technik: Dennis Dita Kopp
Künstlerische Produktionsleitung: Sabine Klötzer
Übersetzungen: Veronica Burnuthian, Anna McCarthy
Produktion: Studio Julian Warner
Produktion
Biografien
Julian Warner ist ein deutsch-britischer Künstler und Kurator. Er war von 2023 bis 2025 künstlerischer Leiter des Brechtfestival Augsburg und verantwortete 2022 das Festival der KulturRegion Stuttgart. Seit 2025 hält er die Professur für transdisziplinäre künstlerische Praxis an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst Stuttgart (HMDK).
Markus Acher ist Sänger, Multiinstrumentalist, Komponist und Musikkurator. Er spielt in unterschiedlichen Konstellationen, u.a. bei der international bekannten Indie-Band The Notwist und produziert erfolgreich Musik für Film und Theater.
Der Soldat wurde 2026 zu Impulse, dem wichtigsten Festival für freies Theater in Deutschland, eingeladen.
Content-Notes
In der Performance werden Rassismuserfahrungen thematisiert. Dabei werden auch rassistische Äußerungen wiedergegeben.
Im Stück kommt teilweise lautes Schlagzeug vor.
Barrierefreiheit
Publikumssituation
Das Publikum sitzt bi-frontal, also auf zwei gegenüberliegenden Seiten der Bühne, in Blöcken aus aufsteigenden Sitzreihen. Auf der Bühne zwischen den Publikumsblöcken finden die Szenen statt. Hier ist außerdem eine große Leinwand aufgestellt, auf die Bilder und Texte projiziert werden. Alle Texte sind auf Deutsch, Englisch und Französisch von beiden Seiten lesbar.
Übertitel
Das Stück hat viel gesprochenen und gesungenen Text auf Deutsch, Französisch und Englisch. Es gibt Übertitel, die jedoch jeweils nur die beiden Übersetzungen anzeigen: wenn also Französisch gesprochen wird, werden deutsche und englische Übertitel projiziert, wenn Englisch gesprochen wird, sind die Projektionen auf Deutsch und Französisch zu sehen, und wenn Deutsch gesprochen wird, auf Französisch und Englisch.
Sensorische Reize
Im Stück kommt teilweise lautes Schlagzeug vor. Am Eingang liegen Ohropax bereit.

