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Das Rodeo Festival

Seit 2010 ist rodeo Teil der Kunstszene in München. Das biennale Festival gibt Einblicke in die Vielfalt der Münchner Tanz- und Theaterszene, dient dem Austausch und der Vernetzung von lokalen und internationalen Kunstschaffenden, setzt neue künstlerische Impulse und diskutiert aktuelle kulturpolitische Themen.

Über die Jahre hat sich rodeo zu einem Anlaufpunkt für lokale, nationale sowie internationale Akteur*innen der freien Szene entwickelt. Das Festival wird seit 2022 vom HochX bzw. dem Theater und Live Art München e.V. veranstaltet.

Die künstlerische Leitung haben Ute Gröbel und Antonia Beermann inne. Das Festival wird gefördert von der Landeshauptstadt München und ist Mitglied bei FestivalFriends, einem Zusammenschluss regionaler Festivals der Freien Darstellenden Künste in Deutschland.

Rodeo 2026: Holding Ground

Uns sackt der Boden unter unseren Füßen weg – das gesellschaftliche Fundament bröckelt, gleichzeitig wird weltweit um Territorien, Grenzen und Zugehörigkeiten gekämpft. Vor diesem Hintergrund versammelt rodeo 2026 10 Produktionen, die nach einer Neu-Verortung suchen: zwischen Mensch und Nicht-Menschlichem, Körper und Material, Vergangenheit und Gegenwart. Die 10 Arbeiten sind sinnliche, kritische, berührende Einsprüche gegen Zustände, die unhaltbar geworden sind.

Tanz trifft auf Gebärdensprache, Akrobatik auf Performance Art; dokumentarisches Material verschränkt sich mit Musik, Gesang und Rauminstallationen. Es wird auf Deutsch, Englisch, Französisch, Türkisch, Kurdisch und Polnisch performt. So entsteht eine künstlerische Vielstimmigkeit, die nicht nur betrachtet, sondern mit allen Körpern und Sinnen erfahren werden kann – und die zum aktiven Mitmachen, zum Berühren und Berührt-Werden einlädt. Ein Festival über Kunst als Ort der Verflechtung zwischen Menschen, Körpern, Erinnerungen und Lebensformen.

  • Eine Person steht mit weit ausgestreckten Armen, von hinten gesehen, und wird von einem intensiven blauen Licht angeleuchtet. Das Licht zeichnet die Konturen von Oberkörper und Haar klar nach, während der Hintergrund vollständig im Dunkel verschwindet. Die Szene wirkt wie ein Moment aus einer Performance, geprägt von starkem Kontrast und einer geheimnisvollen Atmosphäre.
  • Eine Tänzerin liegt in einem dunklen Raum auf dem Boden und nimmt eine ausdrucksstarke Pose ein: ein Arm stützt den Körper, die andere Hand berührt den Hals, während der Rücken nach hinten gebogen ist. Die Person trägt ein dunkles Outfit mit kurzem Top und seitlich gestreiften Trainingshosen. Der Raum ist in pink‑violettes Licht getaucht, mit einer Backsteinwand und vertikal hängenden Fäden oder Schnüren im Hintergrund, die von LED‑Lichtstäben beleuchtet werden.
  • Auf einer dunklen Bühne befinden sich fünf Personen, die leuchtende Tiermasken tragen. Die Masken zeigen stilisierte Gesichter mit klaren Konturen in kräftigen Neonfarben wie Blau, Rot, Gelb und Violett. Einige der Personen hocken am Boden, andere sind erhöht hinter einem mit Stoff bedeckten Podest positioniert. Vor ihnen liegen mehrere runde, strukturierte Matten. Die Szene wirkt wie eine choreografierte Performance, geprägt von starkem Kontrast zwischen der Dunkelheit des Raums und den intensiv strahlenden Masken.
  • Eine Person mit nassem, dunklem Haar ist in einer Nahaufnahme zu sehen. Das Gesicht ist großflächig mit goldfarbenem Glitter oder Metallic‑Pigment bedeckt, besonders um Augen, Stirn und Wangen. Eine Hand verdeckt teilweise Mund und Kinn, wodurch der Blick auf die schimmernde Textur und den intensiven Ausdruck fokussiert wird. Der Hintergrund ist dunkel und schlicht, was den goldenen Glanz und die intime, fast performative Stimmung der Aufnahme betont.
  • Ein rotes Beil mit hölzernem Stiel liegt auf einer ebenfalls roten Fläche, die mit weißen Farbspritzern oder Rückständen bedeckt ist. Auf dem Stiel steht „LUX 600g“ sowie ein Barcode. Rund um das Beil sind zahlreiche kleine, glänzende Goldkonfetti verteilt. Die Kombination aus Werkzeug, Farbflecken und Konfetti erzeugt einen starken visuellen Kontrast zwischen rauer Materialität und festlicher Ästhetik.
  • Eine Person in hellen Kleidern lehnt sich stark nach hinten, während feinkörniges Material wie Sand von oben auf sie herabfällt und sich zu einem Hügel am Boden sammelt. Sie steht auf einer Fläche, die ebenfalls mit dem Material bedeckt ist. Der Hintergrund besteht aus einer geometrischen Kuppel aus dreieckigen Paneelen, die in warmem Gelb‑Orange beleuchtet ist und der Szene eine intensive, fast surreale Atmosphäre verleiht.
  • Julian Warner steht in einem abgedunkelten Raum vor einer groß projizierten Schwarz‑Weiß‑Fotografie, die eine Menschenmenge mit erhobenen Händen zeigt. Er hält ein Mikrofon und streckt seinen Arm zur Projektion aus, sodass sein Schatten sich mit den Händen im Bild überlagert. Die Szene verbindet Live‑Performance und historisches Bildmaterial auf eindrucksvolle Weise.
  • Vier Personen tanzen in einem dunkel gehaltenen Raum mit warmem, nebligem Licht. Ihre Bewegungen wirken dynamisch und fließend, Haare und Kleidung sind in Bewegung. Der Hintergrund besteht aus einer schlichten Wand, an der ein abstraktes, skulpturales Element befestigt ist. Die Szene vermittelt eine atmosphärische, zeitgenössische Tanzperformance, geprägt von Licht, Bewegung und emotionaler Intensität.
  • In einem dunklen Raum mit gemauerten Rundbögen stehen mehrere große, gebogene Projektionsflächen nebeneinander. Auf ihnen erscheinen rötlich getönte Bilder, die Szenen aus einer Werkstatt oder einem Arbeitsumfeld zeigen. Vor den Projektionen steht eine Person und gestikuliert in Richtung der Bilder, während Mikrofone und technische Geräte in der Nähe aufgestellt sind. Im Vordergrund sitzt Publikum, das die multimediale Präsentation verfolgt.